Alle Artikel zum Thema Sprach- und Kulturwissenschaften
News aus dem Fachbereich Sprach- und Kulturwissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt.
Im fünften Stock des IG-Farben-Hauses erforscht eine internationale Gruppe von Wissenschaftler*innen die menschlichen Schichten unter der Geschichte
Exkursion nach Gotha: ein Nachbericht von Fatma Karakaşlı
Internationales Kolloquium an der Goethe-Universität zur sozialen Mobilität im Imperium Romanum – Abendvortrag von Henner von Hesberg
Prof. Kerstin Gottschalk, Leiterin des Schwerpunkts Malerei und Grafik am Institut für Kunstpädagogik, über eine ungewöhnliche Veranstaltungsreihe
Die Kompositionen verfolgter Frankfurter jüdischer Musikerinnen und Musiker werden am 10. Mai im Hochbunker an der Friedberger Anlage, gebaut auf den Grundmauern der von den Nationalsozialisten zerstörten Synagoge, zu hören sein: Das Konzert mit Werken von Bernhard Sekles, Ernst Toch, Max Kowalski, Erich Itor Kahn sowie Liedern von Rosy Geiger-Kullmann und Willy Salomon basiert auf einer Kooperation: Beteiligt sind die Goethe-Universität, die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK), die Initiative 9. November e.V., Musica Judaica e.V. und die Frankfurter Gesellschaft für neue Musik e.V. Ziel des gemeinsamen Projekts „Gegen das Vergessen“ ist es, die Werke Frankfurter jüdischer Musikerinnen und Musiker, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurden, wieder sichtbar und hörbar werden zu lassen.
Michael Kinski, Professor für japanische Kultur- und Ideengeschichte an der Goethe-Universität, ist von der japanischen Regierung mit dem Orden für besondere Verdienste zur Förderung der bilateralen Beziehungen und der Völkerverständigung geehrt worden. Der „Orden der Aufgehenden Sonne am Halsband – Goldene Strahlen“ wurde ihm im Japanischen Generalkonsulat in Frankfurt im Rahmen einer Feierstunde überreicht.
Zwei Lehrforschungsprojekte im Sommersemester 2025 haben Studierenden die Möglichkeit eröffnet, sich praxisnah mit Provenienzforschung zu befassen. Im Fokus stand im einen Fall die ethnografische Sammlung im Landesmuseum Darmstadt, im anderen ging es um den Umgang mit alten Handschriften und die Dokumentation derer, die im modernen Handel angeboten werden.
Die in Gedenken an die Verlegerin und Förderin von Literatur und Übersetzung Monika Schoeller in Frankfurt am Main eingerichtete Dozentur, die dem Feld der literarischen Übersetzung gewidmet ist, wurde im Wintersemester 2025/26 zum zweiten Mal durchgeführt. Die renommierte Übersetzerin und Sinologin Eva Schestag hielt im Rahmen des von Frederike Middelhoff und Judith Kasper organisierten Begleitseminars „Chinesische Dichtung westwärts“ zwei ganztägige Workshops ab, außerdem hielt sie einen öffentlichen Vortrag und schloss die Dozentur mit einer interaktiven Lesung.
Die Brüder Grimm-Dozentur 2026 der Stadt Hanau erhält der Illustrator, Grafik-Designer und Dozent Markus Lefrançois. Mit der Dozentur sind ein Vortrag bei der Preisverleihung, ein Zeichenworkshop für Kinder und Jugendliche und eine Seminarbeteiligung an der Goethe-Universität Frankfurt verbunden. Das Preisgeld beträgt 2000 Euro. Die Auszeichnung geht auf eine gemeinsame Initiative von Claudia Pecher, Präsidentin der Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e. V. und Martin Hoppe, Fachbereichsleiter Kultur, Stadtidentität und Internationale Beziehungen der Stadt Hanau, zurück. Unterstützt wird der Preis vom Institut für Jugendbuchforschung der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Brüder-Grimm-Stiftung der Sparkasse Hanau.
Im November 1925 gründete Richard Wilhelm (1873–1930) das China-Institut an der Goethe- Universität Frankfurt. Anlässlich seines 100-jährigen Bestehens veranstaltete das Institut am 5. und 6. Dezember 2025 unter der Leitung seines Vorsitzenden, des Sinologen Prof. Dr. Iwo Amelung, eine Tagung zum Thema »Wissensräume im Wandel: 100 Jahre China-Institut«. Die Veranstaltung verband historische Rückblicke mit aktuellen Fragestellungen der Chinaforschung und unterstrich die Rolle des Instituts als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit.
Am 29. April wird die Gesprächsreihe „Frankfurter Schule“ im Kino des Deutschen Filminstitut & Filmmuseum (DFF) fortgesetzt. Das Podiumsgespräch mit der Filmwissenschaftlerin Gertrud Koch und dem Journalisten Bert Rebhandl geht der Frage nach, inwiefern der Begriff der „Kulturindustrie“ heute noch aktuell ist und wie er sich im Kontext digitaler und globaler Medienlandschaften interpretieren lässt.
Wissen ist nicht neutral. Es entsteht in bestimmten gesellschaftlichen Zusammenhängen, wird weitergegeben, verändert und übersetzt – und ist dabei stets von Machtverhältnissen geprägt. In einer Zeit, in der kritisches Wissen und kritische Wissenschaft(en) zunehmend unter politischem Druck stehen, lohnt es sich, genauer auf die Kontaktzonen zu schauen, in denen dominantes und kritisches Wissen aufeinandertreffen: Wer darf in welchen Räumen als Wissende*r auftreten? Welche Erfahrungen finden Gehör, welche werden übersehen oder zum Schweigen gebracht? Diese Fragen sind heute so dringend wie selten zuvor, nicht nur für und in der Wissenschaft. Die Veranstaltungsreihe der Cornelia Goethe Colloquien richtet den Blick daher auch auf Bildung, Literatur und Journalismus.