Am 12. Juni feiert das von Studierenden organisierte Wissenschaftsfest seinen 20. Geburtstag: mit über 90 Vorträgen, spannenden Führungen, interaktiven Formaten und zahlreichen Ständen für alle wissbegierigen Besucher*innen.
FRANKFURT. Die Night of Science e.V. lädt erneut zu einer Nacht voller Neugier und Entdeckungen ein: Im Jubiläumsjahr präsentiert die große Frankfurter Wissenschaftsveranstaltung erneut mehr als 90 allgemeinverständliche Vorträge aus den Fachrichtungen Biochemie, Biowissenschaften, Chemie, Geowissenschaften, Informatik, Mathematik, Medizin, Pharmazie, Physik und Psychologie. Unter dem Motto „es wird spät“ lädt die Night of Science Besucher*innen ein, Wissenschaft hautnah zu erleben.
In diesem Jahr rückt der Abend auch Grace Hopper in den Fokus – eine der Pionierinnen der Computerwissenschaft. Die Veranstaltung ehrt ihr Lebenswerk als Wegbereiterin der Softwareentwicklung, deren Ideen und Erfindungen bis heute die moderne Informatik prägen. Die Eröffnungsrede der diesjährigen Night of Science gewährt Einblicke in Hoppers Vermächtnis und dessen Bedeutung für Studien- und Berufsperspektiven in den MINT-Fächern. Parallel dazu eröffnet das Programm mit einer Reihe von Führungen in Laboren und Instituten neue Perspektiven auf Forschungsgeschichte, Technologien und Zukunftsthemen.
Die diesjährige Eröffnungsrednerin ist Prof. Frauke Gräter, Direktorin am Max-Plank-Institut für Polymerforschung. Sie leitet dort die Abteilung für Biomolekulare Mechanik. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich damit, wie mechanische Kräfte die Abläufe in Lebewesen und besonders Proteinen beeinflussen. Das Vortragsprogramm der NoS zeigt wieder eine breite Themenvielfalt: Von mRNA-Impfstoffen über Cybersicherheit bis hin zu interdisziplinären Impulsen in der Psychologie und in den Biowissenschaften – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Wer mehr als Zuhören möchte, findet Führungen, die Wissenschaft erfahrbar machen: Von der Biowissenschaft bis zur Teilchenphysik, von Kristallstrukturen bis zu den Kräften, die Proteine lenken.
Besonders familienfreundlich gestalten sich die Stände und interaktiven Formate: Eine Vielzahl von Laborexperimenten und Mitmach-Aktionen lädt Groß und Klein ein, Wissenschaft ganz praktisch zu erleben. So ermöglichen Führungen durch das Arzneipflanzengarten, durch den Wissenschaftsgarten mit nächtlichen Blüten und ihren Bestäubern oder das CERN-Stunden-Format einen Blick hinter die Kulissen der modernen Forschung. Und wer sich für ein Studium in den Naturwissenschaften interessiert, erfährt in den Studiengangsvorstellungen mehr dazu. Auch zu anderen Karrierewegen in den Naturwissenschaften gibt es Informationen an verschiedenen Ständen.
Das studentische Organisationsteam der Night of Science betont erneut das Grundanliegen der Veranstaltung: Wissenschaft offen und barrierearm zugänglich zu gestalten. Das ehrenamtliche Team – sichtbar an den markanten roten T-Shirts – steht Besucherinnen und Besuchern mit Rat und Tat zur Seite. Hinweise zur Sicherheit, Anlaufstellen bei Problemen und der Hinweis auf barrierefreie Angebote sind integraler Bestandteil der Veranstaltung. „Wissenschaft muss zugänglich bleiben – für alle Menschen unabhängig ihres sozioökonomischen Hintergrunds“, betont das Orga-Team. Die Night of Science bleibt damit ein lebendiges Zeichen für Transparenz, Bildungsgerechtigkeit und den Austausch zwischen Forschung, Studierenden, Lehrenden und der Öffentlichkeit.
Night of Science 2026
Freitag, 12. Juni 2026, 17 bis 5 Uhr
Begrüßung und Eröffnungsvortrag um 17 Uhr in OSZ H1
„Wie künstliche Intelligenz die Wissenschaft verändert“
(gestreamt in alle OSZ-Hörsäle)
Goethe-Universität, Campus Riedberg
60438 Frankfurt am Main


Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069/798-13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de