Alle Artikel zum Thema Chemie
News aus dem Fachbereich Chemie der Goethe-Universität Frankfurt.
Am 12. Juni feiert das von Studierenden organisierte Wissenschaftsfest seinen 20. Geburtstag: mit über 90 Vorträgen, spannenden Führungen, interaktiven Formaten und zahlreichen Ständen für alle wissbegierigen Besucher*innen.
Viele Eigenschaften von Molekülen lassen sich nicht aus den Eigenschaften der Atome vorhersagen, aus denen sie bestehen: Diese Eigenschaften tauchen erst im Verbund auf - ein Phänomen, das in der Wissenschaft als „Emergenz“ bezeichnet wird. Eine Publikation der Goethe-Universität Frankfurt beleuchtet aus chemischer, biologischer und philosophischer Perspektive, wie Emergenz und Komplexität zusammenhängen.
Dr. Taniya Chakraborty vom Institut für Biochemie der Goethe-Universität und Dr. Julian Wagner vom Exzellenzcluster Cardiopulmonary Institute (CPI) der Goethe-Universität sowie Josef Shin, MD PhD, von der Universitätsmedizin Mainz sind die drei Finalisten des Boehringer-Ingelheim-Preises 2026, der von der Boehringer Ingelheim Stiftung ausgelobt wird.
Der Wissenschaftsrat hat die wissenschaftliche und strategische Bedeutung der geplanten Neutronenquelle High Brilliance Neutron Source hervorgehoben. In seiner heute veröffentlichten Stellungnahme empfiehlt er ausdrücklich, die erste Stufe der Anlage, kurz HBS-I, am Forschungszentrum Jülich umzusetzen.
Einst galt die „Pille“ als revolutionär, dann wurde sie zum gängigsten Verhütungsmittel, heute sehen Menschen die Kontrazeption mithilfe von Hormonen vielfach kritisch. Ein Forschungsteam der Goethe-Universität und ihrer Kooperationspartner am Universitätsklinikum Bonn (UKB) und der Ludwig-Maximilians-Universität München hat jetzt das Projekt PREVENT zur Entwicklung nicht-hormoneller Verhütungsmittel gestartet. Die Forschenden wollen ein Verfahren zur Entwicklung neuartige Wirkstoffe zur Empfängnisverhütung bei Frau und Mann etablieren. PREVENT wird vom Bundesforschungsministerium bis 2029 mit 3 Millionen Euro gefördert.
Fettsäuren aus Palmöl und Kokosnussöl stecken in zahllosen Produkten des täglichen Bedarfs – ihre Gewinnung befeuert jedoch die Rodung des Regenwalds. Forschende der Goethe-Universität Frankfurt haben das Enzym Fettsäuresynthase so umprogrammiert, dass es maßgeschneiderte Fettsäuren beliebiger Kettenlänge produziert. Durch zwei gezielte Veränderungen des Enzyms können statt der üblichen 16-Kohlenstoff-Ketten nun kürzere Fettsäuren hergestellt werden. In Zusammenarbeit mit einem Partnerlabor in China wurde die veränderte Fettsäuresynthase in Hefestämme eingebracht, um damit industriell begehrte Fettsäure nachhaltig im Bioreaktor zu produzieren.