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Demokratie als Form des Zusammenlebens

Das DFG-Graduiertenkolleg "Ästhetik der Demokratie" lädt am 5. und 6. Juni zu seinem offiziellen Programmstart an den Campus Westend.

FRANKFURT. Kann man Demokratie mit den Sinnen erfahren? Gib es Merkmale, die Kunst und Kultur als spezifisch 'demokratisch' auszeichnen? Hat das demokratische Zusammenleben eine spezifische Form? Im Rahmen eines DFG-Graduiertenkollegs entstehen in den nächsten fünf Jahren an der Goethe-Universität 24 Doktorarbeiten aus den geisteswissenschaftlichen Fächern zum Thema "Ästhetik der Demokratie". Sie alle untersuchen Demokratie nicht nur als eine Regierungsform, sondern als eine Form des Zusammenlebens, die sich in spezifischer Art und Weise auf Wahrnehmungsweisen, Kunst und Kultur niederschlägt.

Zur Auftaktkonferenz stellen prominente Forscherinnen und Forscher aus den USA, Kanada, Südafrika, Indien und Deutschland ihre Perspektiven auf die Ästhetik der Demokratie in englischsprachigen Vorträgen vor. Die Vortragenden gehören zum internationalen Netzwerk des Graduiertenkollegs, das 18 Institutionen auf fünf Kontinenten umfasst. Auch praktische Perspektiven werden beleuchtet. In einer deutschsprachigen Podiumsdiskussion teilen Deborah Schnabel (Bildungsstätte Anne Frank), Franziska Nori (Kunstverein Frankfurt) und Jürgen Kaube (FAZ) ihre Erfahrungen mit dem Thema. Wo besteht eine Überschneidung zwischen Fragestellungen des Kollegs und Problemen, denen Akteure aus Zivilgesellschaft und Kunstbetrieb begegnen?

Das Graduiertenkolleg „Ästhetik der Demokratie“ an der Goethe-Universität lädt herzlich alle Interessierten zur Auftaktkonferenz ein:

Freitag, 5.6., von 15-18.30 Uhr 
und am Samstag, 6.6., von 10-16 Uhr,
im IG-Farben-Gebäude, Norbert Wollheim-Platz 1, 
Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Detailliertes Programm

Freitag, 5. Juni 2026: 

15.00 Uhr: Ulrich Schielein (Vizepräsident, Goethe-Universität) und Johannes Völz (Sprecher, Graduiertenkolleg “Ästhetik der Demokratie”), Grußworte

15.15 Uhr: Jason Frank (Cornell University): “Crowd Theory and Counterrevolution”

16.45-17.00 Uhr: Kaffeepause

17.00-18.30 Uhr: Podiumsdiskussion “Praktische Perspektiven auf die Ästhetik der Demokratie" (auf Deutsch), mit Deborah Schnabel (Bildungsstätte Anne Frank), Franziska Nori (Kunstverein Frankfurt), und Jürgen Kaube (Frankfurter Allgemeine Zeitung). Moderiert von Johannes Völz und Sophie Loidolt (Stellvertr. Sprecherin, GRK Ästhetik der Demokratie)



Samstag, 6. Juni 2026:

10.00-11.00 Uhr: Anindya Sekhar Purakayastha (ILSR Kolkata and Kazi Nazrul University), „Transnational Aesthetics of Democracy: A Roundtable with Lalan Fakir, Rabindranath and Immanuel Kant“

11.00-11.15 Uhr: Kaffeepause

11.15-12.15 Uhr: Francesca Raimondi (Hochschule für Gestaltung Offenbach), “Art as Exercise? Practices in Contemporary Art and Radical Democracy”

12.15-13.30 Uhr: Lunch

13.30-14.45 Uhr: Till van Rahden (Université de Montréal), “Democracy: A Fragile Way of Life” - Response von Ajay Gudavarthy (Jawaharlal Nehru University New Delhi)

14.45-15.00 Uhr: Kaffeepause

15.00-16.00 Uhr: Patricia Hayes (University of the Western Cape), “The Visibility of Partition and the Partition of Visibility”

Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069/798-13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de