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Englischnachmittag für Grundschullehrkräfte an der Goethe-Universität

Fachlicher Austausch und Impulse für die Unterrichtsentwicklung

Die Didaktik des Englischen der Goethe-Universität veranstaltete am 18. Februar einen Englischnachmittag für Grundschullehrkräfte aus Frankfurt und der Region. Mit 80 angemeldeten Teilnehmer*innen stieß die Veranstaltung auf große Resonanz und unterstrich den hohen Bedarf an fachlichem Austausch und praxisorientierter Fortbildung im Bereich des frühen Fremdsprachenlernens.

Den Auftakt bildete eine fundierte Stellungnahme zu aktuellen politischen Entwicklungen in Hessen durch die Veranstalterin Prof. Dr. Stefanie Frisch. Im Fokus stand die Umstrukturierung der Stundentafel, nach der es Schulen ermöglicht wird, eine Stunde Englisch zugunsten einer zusätzlichen Deutschstunde entfallen zu lassen. Die Einordnung dieser Entscheidung aus fachdidaktischer Perspektive bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, bildungspolitische Maßnahmen kritisch zu reflektieren und deren Auswirkungen auf die Qualität des Englischunterrichts in der Grundschule zu diskutieren. Im Anschluss konnten die Lehrkräfte aus sechs parallel angebotenen Workshops zwei Themen auswählen. Das Workshop-Programm deckte zentrale Handlungsfelder des modernen Englischunterrichts ab:

  • Gestaltung von Schreibaufgaben (Prof. Dr. Stefanie Frisch & Kira Schad)
  • Einsatz von Escape Games im Fremdsprachenunterricht (PD Dr. Jules Bündgens-Kosten)
  • Arbeit mit englischsprachigen Bilderbüchern (Dr. Constanze Dreßler)
  • Nutzung digitaler Medien (Lea Bach)
  • Konzepte des kulturellen Lernens (Dr. Annika Janssen)

 

Die Workshops kombinierten wissenschaftlich fundierten Input mit konkreten Unterrichtsideen und erprobten Materialien. Ziel war es, evidenzbasierte didaktische Konzepte unmittelbar für die schulische Praxis nutzbar zu machen. Die Rückmeldungen der Teilnehmenden fielen durchweg positiv aus. Besonders hervorgehoben wurde die Verbindung von bildungspolitischer Einordnung, fachlichem Tiefgang und kollegialem Austausch. Eine Teilnehmerin formulierte: „Die Einordnung in die politischen Entwicklungen, der fachliche Input, der Austausch mit anderen Kolleg*innen und die vielen praktischen Ideen erachte ich sehr wertvoll für die weitere Unterrichts- und Lernentwicklung an der eigenen Schule.“
Mit dem Englischnachmittag setzte die Didaktik des Englischen der Goethe-Universität ein deutliches Zeichen für die Bedeutung eines qualitätsvollen frühen Englischunterrichts. Die Veranstaltung verdeutlichte, wie wichtig der kontinuierliche Dialog zwischen Universität und Schulpraxis ist, um Unterrichtsentwicklung nachhaltig und evidenzbasiert zu gestalten. „Wir haben den Austausch als sehr angenehm empfunden und werden im nächsten Jahr gerne einen weiteren Englischnachmittag auf die Beine stellen“, so die Veranstalterin Prof. Dr. Stefanie Frisch.