Die Forschungsstelle für die Geschichte des Bistums Limburg ist der Satzung der Johann Wolfgang Goethe-Universität zur Sicherung guter wissenschaflicher Praxis verpflichtet.
Forschung - Kooperation - Mitarbeit
Forschung
Der Forschung zur Limburger Bistumsgeschichte liegt ein historisch-theologischen Ansatz zugrunde, der sich an den Grunddiensten der Kirche orientiert:
- Liturgia: Gott begegnen und Feiern – Gottesdienst und Kirchenraum
- Martyria: Weitergabe des Glaubens – Geistliches Leben
- Diakonia: Kirche sein mit Anderen und für Andere
- Koinonia: Ortskirche als Gemeinschaft – Einheit in Vielfalt
ergänzt durch die - Paideia: Bildung und Kultur – Christliche Persönlichkeitsentfaltung
Die Methode zur Bearbeitung beruht auf dreifach dimensionierten historiographie-methodologischen Erwägungen:
- Die Makrogeschichte entscheidet sich in der Mikrogeschichte
- Die Mikrogeschichte ist Voraussetzung für die Makrogeschichte
- Mikrogeschichte ist für die Mikrogeschichte prägender als die Makrogeschichte
(nach Günther Wassilowsky)
Eine umfassende Darstellung des Forschungsansatzes wird im Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte 78 (2026) veröffentlicht.
Michael Benecke / Bistum Limburg
Diözesanmuseum Limburg
Dauerausstellung 200 Jahre Bistum Limburg
Das Diözesanmuseum Limburg kooperiert in der Konzeption, der Auswahl der Objekte und bei der Erstellung der Hintergrundtexte (zu lesen über einen Viewer) eng mit der Forschungsstelle für die Geschichte des Bistums Limburg.
Die Dauerausstellung in der Bischofswohnung bildet mittels geeigneter Objekte die Geschichte des Bistums (Regal links), die Geschichte der Orden (Regale hinten rechts) und der Bischöfe (Bildergalerie rechts) ab.
Vom Museumsraum (ehemaliges bischöfliches Arbeitszimmer) besteht eine direkte Verbindung zur Bischofskapelle.


Netzwerk
Die Forschungsstelle arbeitet u.a. mit diesen Institutionen und Einrichtungen zusammen:
- Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte
- Frankfurter Historische Kommission
- Forschungsstelle für Mainzer Bistumsgeschichte
- Akademie Rabanus Maurus
- Diözesanbildungswerk Limburg
- Gesamtverband der Katholischen Kirchengemeinden Frankfurt
Möglichkeiten zur Mitarbeit
Eine Mitarbeit an der Aufgabe der Forschungsstelle ist insbesondere auf unterschiedliche Weisen möglich:
... als Zeitzeugin oder Zeitzeuge
Für die Bearbeitung der neueren und neuesten Geschichte des Bistums Limburg ist die Zusammenarbeit mit Zeitzeugen und die Anfertigung von Zeitzeugeninterviews unabdingbar. Bei Interesse bitten wir Sie um einen Anruf, eine Mail oder eine schriftliche Kontaktaufnahme! Wir sind gespannt auf Ihre Wahrnehmungen.
... als Interessierte an wissenschaftlicher Zusammenarbeit
Es besteht die Möglichkeit der Bearbeitung eines Teilaspekts der Diözesangeschichte, z.B. in einer Bachelor- oder Masterarbeit, einer Promotion oder einer zweiten Qualifikationsschrift, in wissenschaftlichen Aufsätzen .... Nehmen Sie bitte mit der Forschungsstelle Kontakt auf! Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge.
... als studentische oder externe Mitarbeitende
Wenn Sie an der Universität Frankfurt studieren und Interesse an der Mitarbeit haben, melden Sie sich gerne bei der Koordinatorin der Forschungsstelle. Derzeit können Verträge für studentische Hilfskräfte geschlossen werden.
Auch Freiwillige im Sinne des Bürgerschaftlichen Engagements können sich bei Nähe zu historischer oder kirchenhistorischer Forschung und Interesse an der Bistumsgeschichte gerne melden. An spannenden Betätigungsfeldern mangelt es nicht!
Papst Franziskus
|Brief zur Erneuerung des Studiums der Kirchengeschichte (2024)
“In einer Zeit also, in der die Tendenz, auf Erinnerung zu verzichten oder eine auf die Bedürfnisse der herrschenden Ideologien zugeschnittene Erinnerung zu konstruieren, immer stärker wird, ist eine größere historische Sensibilität dringend erforderlich”