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Forschung

Unsere Forschung verbindet evolutionäre Konzepte mit den Herausforderungen des globalen Wandels und konzentriert sich dabei auf dessen tiefgreifende Auswirkungen auf Süßwasserökosysteme. Der globale Wandel führt zu einer Krise der Artenvielfalt: Während viele Arten zurückgehen, vertragen andere die veränderten Bedingungen oder profitieren sogar davon. Wir untersuchen Reaktionen entlang verschiedener Stressgradienten – von der individuellen Entwicklung und phänotypischen Plastizität bis hin zu Prozessen auf Gemeinschaftsebene wie Artenwechsel, neuartige Wechselwirkungen und Veränderungen in der Funktionsweise von Ökosystemen.

Anthropogene Stressoren & Biodiversität

Wir untersuchen die Auswirkungen verschiedener anthropogener Stressoren, wie Abwässer aus Kläranlagen und die Intensität der Landnutzung, auf Gemeinschaften von Süßwasserwirbellosen. Im Mittelpunkt unserer Forschung steht die Frage, wie sich die Zusammensetzung und die funktionelle Struktur von Gemeinschaften entlang von Umweltbelastungsgradienten verändern und wie sich diese Veränderungen im Laufe der Zeit entwickeln. Durch die Integration zeitlicher und räumlicher Perspektiven wollen wir die Mechanismen verstehen, die die Reaktionen der Gemeinschaften auf anthropogene Belastungen steuern, sowie deren Auswirkungen auf die Gesundheit des Ökosystems.

 

Ökologische Vielfalt kryptischer Arten

Wir untersuchen die ökologischen, physiologischen und morphologischen Merkmale kryptischer Arten, um ihre funktionelle Rolle in Ökosystemen besser zu verstehen. Unsere Forschung befasst sich mit der ökologischen Bedeutung dieser verborgenen Abstammungslinien und den einzigartigen Evolutionsgeschichten, die ihre Vielfalt geprägt haben. Indem wir diese Perspektiven miteinander verknüpfen, erforschen wir, wie kryptische Arten auf den aktuellen globalen Umweltwandel reagieren und sich daran anpassen.

 

Taunus-Quellgebietsobservatorium

Wir überwachen Quellflüsse – Systeme, die in herkömmlichen Überwachungskonzepten oft übersehen werden. Unser Ansatz verbindet routinemäßige Untersuchungen zur Sedimenttoxizität mit detaillierten Analysen der intraspezifischen Merkmalsdifferenzierung bei ausgewählten Krebstierarten. Mit dieser Langzeitbeobachtung wollen wir verstehen, wie subtile Umweltbelastungen die Reaktionen der Arten und die Merkmalsvariabilität im Laufe der Zeit in diesen empfindlichen Ökosystemen im Oberlauf beeinflussen.

 

Parasiten in belasteten Flüssen

Wir untersuchen die Infektionsmuster von Akanthocephalen-Parasiten in Fluss-Amphipoden-Gemeinschaften und erforschen, wie diese Wirt-Parasit-Wechselwirkungen durch Umweltbedingungen beeinflusst werden. Der Schwerpunkt unserer Forschung liegt insbesondere auf verschmutzten Ökosystemen, in denen Schadstoffe sowohl die Anfälligkeit der Wirte als auch die Übertragungsdynamik der Parasiten verändern können.

Verhalten aquatischer Wirbelloser

Wir untersuchen die subletalen Auswirkungen von Schadstoffen auf aquatische Wirbellose mithilfe verhaltensökotoxikologischer Ansätze. Durch die Untersuchung von Verhaltensänderungen wie Aktivität, Fressverhalten und Bewegung wollen wir frühe und sensible Stressindikatoren identifizieren, die der Mortalität vorausgehen.

Fachbereich Biowissenschaften

Dr. Jonas Jourdan

Leitung Nachwuchsgruppe Evolutionsökologie der Tiere

  • Telefon+49 69 798 42149
    E-MailJourdan@bio.uni-frankfurt.de
  • Besuchsadresse
    Campus RiedbergBiologicumMax-von-Laue-Straße 1360438 Frankfurt am Main
    Raum2.320

Kontakt zur Nachwuchsgruppe Jourdan

Martina Goldmann

  • Telefon+49 69 798 42140
    E-MailGoldmann@bio.uni-frankfurt.de
  • Besuchsadresse
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    Raum1.320