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WHO CARES? Eine Ausstellung über und mit Fürsorge

Universitäre Sammlungen im Dialog mit Care im Schopenhauer-Studio der Universitätsbibliothek / Einladung zur Vernissage am 7. Mai.

FRANKFURT. Wer kümmert sich um dich – und um wen oder was kümmerst du dich? Welche Geschichten erzählen Objekte aus universitären Sammlungen über Care und Fürsorge? Wie lassen sich daraus aktuelle Perspektiven ableiten? Diese Fragen stehen im Zentrum der Ausstellung WHO CARES?, die  

am Donnerstag, 7. Mai, um 19 Uhr 
im Foyer der Zentralbibliothek der Universitätsbibliothek Frankfurt

eröffnet wird. Die Ausstellung lädt ein, Care – also Fürsorge, häufig unsichtbare Sorgearbeit und Verantwortung füreinander sowie für menschliche und nichtmenschliche Entitäten – neu zu betrachten. Sei es im Alltag, in der Wissenschaft und in gesellschaftlichen Strukturen, die oft als selbstverständlich erscheinen. 

Ausgehend von Objekten aus universitären Sammlungen der Goethe-Universität werden historische und gegenwärtige Perspektiven auf Fürsorge miteinander in Beziehung gesetzt. Gezeigt werden unter anderem Sammelalben, „Hausfrauen“-Zeitschriften und botanische Präparate. Ergänzt werden diese durch künstlerische Arbeiten von Studierenden, die auf die Objekte reagieren und neue Zugänge zu Care entwickeln.

 

Ausstellungsplakat der Ausstellung WHO CARES?

UB Frankfurt

Die Ausstellung ist in thematische Kapitel gegliedert, darunter Zeit, Tod, Wissensregime, Gender und Inklusion. In diesen entstehen Dialoge zwischen Forschung, Sammlung und künstlerischer Praxis sowie zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Theoretisch bezieht sich die Ausstellung unter anderem auf die Care-Theorie von Joan Tronto und Berenice Fisher, die Care als Tätigkeit beschreiben, die darauf abzielt, die Welt zu erhalten und zu reparieren. Ergänzend erweitert die Kulturtheoretikerin Elke Krasny den Begriff um eine planetare Perspektive: Care wird hier als grundlegende ethische Praxis verstanden, die menschliche und nichtmenschliche Lebenswelten umfasst und in Zeiten von Klimakrise und globalen Krisen besondere Relevanz erhält.
Die Ausstellung fragt damit: Wo begegnet uns Care? Wie wird Fürsorge organisiert, sichtbar gemacht oder vernachlässigt? Und wie verändert sich unser Blick auf Objekte, wenn Care als analytische Perspektive dient? Im Rahmen des Ausstellungsthemas Care versteht sich auch die Vermittlung als eine Form des Sich-Kümmerns um unterschiedliche Perspektiven und Zugänge. Es finden Führungen unter dem Titel „We care“ statt. Sie richten sich an alle Interessierten und eröffnen Raum für Austausch.

 

Büro für PR und Kommunikation

Dr. Dirk Frank

Dr. Dirk Frank

Stellv. Pressesprecher

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