Aufbau der Installation auf dem Campus.
Kunstprojekt zum Campus Westend als studentischem Erfahrungsraum
FRANKFURT. Wie fühlt man sich als Erstsemester auf dem großen Frankfurter Westend-Campus? Wie wird der universitäre Raum von Studierenden wahrgenommen? Wie eignen sie sich diesen Raum an? Das Kunstprojekt „Campus Realities“, das am Montag, 1. Juni, 14 Uhr (bis 16 Uhr) auf der Rasenfläche vor dem PEG-Gebäude auf dem Campus Westend (Theodor-W.-Adorno-Platz 6) eröffnet wird, rückt Studierende und ihren Uni-Alltag in den Fokus und geht auch Fragen nach, über die sonst selten gesprochen wird.
Besucherinnen und Besucher sind aufgefordert, sich auf die Exponate einzulassen – und sich vielleicht die eigene Studienzeit nochmal in Erinnerung zu rufen. Die Ausstellung dauert bis 26. Juni.
Zwei Semester lang haben Studierende unterschiedlicher Fächer an einem besonderen Projekt gearbeitet: Mit Unterstützung von Judit Tavakoli und Ronja Metzger-Ajah vom Institut für Ethnologie sowie den Künstlerinnen Sina Ahlers und Ingrid Strohkark haben sie Alltagserfahrungen von Studierenden an der Goethe-Universität gesammelt, und zwar mittels ethnographischer und künstlerischer Methoden. Die Studierenden haben auf dem Campus Westend Elemente der Performance-Kunst erprobt, künstlerisch-experimentelle Beiträge erstellt sowie auto-ethnographische Ansätze genutzt, um die eigene Lebenswelt zu analysieren und tiefere Einblicke in soziale Zusammenhänge zu gewinnen.
Das Ergebnis ist eine vielstimmige Dokumentation studentischer Erfahrungen, eingefangen in Installationen, Audio- und Filmsequenzen sowie Grafik- und Textarbeiten. Hörbar und sichtbar werden dabei eine Vielzahl von Themen – wie Ausgrenzung und Sehnsucht nach Zugehörigkeit, Selbstzweifel, Erwartungsdruck und die Suche nach dem eigenen Platz im Leben. Dabei zieht sich ein Thema wie ein roter Faden durch die Beiträge: Die Sehnsucht nach einem Ort, an dem man sich sicher und zugehörig fühlt und an dem man sich entfalten kann. Das Herzstück der Ausstellung greift diesen Wunsch auf: Ein mit bedruckten Stoffbahnen behängter Holzpavillon formt einen begehbaren Raum, in dem die Projektergebnisse von „Campus Realities“ sicht- und hörbar werden.
Die Ausstellung eröffnet am 1. Juni mit einer Vernissage (14 bis 16 Uhr) und ist bis 26. Juni auf der Grünfläche vor dem PEG-Gebäude, im PEG-Foyer sowie an Bäumen auf dem Campus Westend zu sehen. Die Audio- und Videoarbeiten werden auch über diesen Zeitraum hinaus online zugänglich bleiben. Im Rahmen des Sommerfests der Goethe-Universität am Donnerstag, 18. Juni, gibt es gemeinsame Aktivitäten und Führungen durch die Ausstellung.
Das Projekt „CampusRealities“ wurde durch QSL-Mittel des Landes Hessen gefördert, die der Verbesserung der Qualität der Studienbedingungen und der Lehre an hessischen Hochschulen dienen. Projektverantwortliche sind Ronja Metzger-Ajah und Judit Tavakoli, beide wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ethnologie der Goethe-Universität Frankfurt. Künstlerisch begleitet wurde das Projekt durch die Dramatikerin Sina Ahlers und die Künstlerin und Kunstvermittlerin Ingrid Strohkark.
Planung eines Studierendenhauses auf dem Campus Westend.
Planung eines Studierendenhauses auf dem Campus Westend.
Redaktion: Dr. Anke Sauter, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-13066, E-Mail sauter@pvw.uni-frankfurt.de