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Goethe-Universität beteiligt sich an „Anne Frank Tagen 2026“

Aktive Erinnerungskultur am Campus Westend: Goethe-Universität beteiligt sich an „Anne Frank Tagen 2026“

Zwei Bildungs-Workshops für Jugendliche und Studierende verbinden historische Auseinandersetzung mit universitärem Leben / Kooperation mit zivilgesellschaftlichen Partnern.

FRANKFURT. Anlässlich des 97. Geburtstags von Anne Frank am 12. Juni wird der Campus Westend der Goethe-Universität zu einem Ort des lebendigen Gedenkens und des kritischen Austauschs. Im Rahmen der diesjährigen „Anne Frank Tage Frankfurt 2026“ – eine Veranstaltung der Bildungsstätte Anne Frank und der Stadt Frankfurt – beteiligt sich die Goethe-Universität mit zwei Bildungsveranstaltungen. Die interaktiven Workshops richten sich gezielt an Schülerinnen und Schüler, Studierende sowie die interessierte Öffentlichkeit. Jugendlichen wird dabei gleichzeitig die Möglichkeit geboten, erste „Uni-Luft“ zu schnuppern.

Die Veranstaltungen entstanden in Kooperation zwischen dem Fritz Bauer Institut, dem Goethe-Orientierungsstudium (Geistes- und Sozialwissenschaften) und dem Evangelischen Stadtdekanat Frankfurt und Offenbach. Im Zentrum steht eine aktive, gegenwartsorientierte Erinnerungskultur, die die Geschichte des Nationalsozialismus beleuchtet und hinterfragt, wie junge Menschen als historische Symbolfiguren wahrgenommen werden.

Den Auftakt macht der Workshop „Gab es ein „normales“ Leben? Erfahrungen jüdischer Jugendlicher in der NS-Zeit“, geleitet von Dirk Belda (Fritz Bauer Institut). Von 10.00 bis 13.00 Uhr setzen sich die Teilnehmenden im PEG-Gebäude mit den vielfältigen Lebensrealitäten jüdischer Jugendlicher während der NS-Diktatur auseinander. Durch den vergleichenden Blick auf die weltbekannten Aufzeichnungen von Anne Frank und andere Biografien werden historische Erfahrungen exemplarisch rekonstruiert. Das Angebot richtet sich besonders an Lerngruppen ab der Klassenstufe 10.

Am Nachmittag (13.15 bis 15.45 Uhr) folgt im IG-Farben Nebengebäude die kulturwissenschaftliche Fragestellung: „Vom Tagebuch zum globalen Feed. Wie junge Menschen zu Ikonen werden“. Benno Herr (Religionswissenschaftler, Goethe-Universität) und Malte Dücker (Referent für Gesellschaftliche Verantwortung, Evangelisches Stadtdekanat) analysieren mit den Teilnehmenden die globale Strahlkraft Anne Franks bis in die heutige Zeit. Diskutiert wird das Spannungsfeld zwischen zeitlosem Vorbild und der Gefahr einer medialen Vereinnahmung oder Ikonisierung in modernen Krisenzeiten.

Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069/798-13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de