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41 Bücher an B’nai B’rith und Odd Fellows zurückgegeben

Ralph Hofmann (B’nai B’rith Frankfurt Schönstädt Loge, von links) und Jens Warmers (Deutsche Odd Fellows, Mitte) mit Ulrich Schielein, Vizepräsident der Goethe-Universität nach dem Unterzeichnen der Restitutionsverträge.

Anke Sauter

Ralph Hofmann (B’nai B’rith Frankfurt Schönstädt Loge, von links) und Jens Warmers (Deutsche Odd Fellows, Mitte) mit Ulrich Schielein, Vizepräsident der Goethe-Universität nach dem Unterzeichnen der Restitutionsverträge.

 

Bei einer feierlichen Abendveranstaltung in den Räumen der B’nai B’rith Frankfurt Schönstädt Loge im Frankfurter Westend sind Ende Mai insgesamt 41 Bücher zurückgegeben worden, die während der NS-Zeit enteignet worden waren und im Rahmen der Provenienzforschung an der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg als NS-Raubgut identifiziert worden sind. Die beiden Logen nahmen stellvertretend für andere Bücher und Dokumente entgegen: Zehn Bände gingen an B’nai B’rith, 31 Bände an die Odd Fellows. Die verschiedenen Rednerinnen und Redner des Abends, darunter Frankfurts Bürgermeisterin und Dezernentin für Diversität, Antidiskriminierung und gesellschaftliches Zusammenleben, Nargess Eskandari-Grünberg, die stellvertretende US-Generalkonsulin Jennifer DeWitt-Walsh und Daniel Neumann, Direktor des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Hessen, machten deutlich, wie wichtig gelebte Erinnerungskultur gerade in diesen Zeiten ist. Daniel Dudde, Provenienzforscher an der Universitätsbibliothek, berichtete über die Vorgehensweise der Provenienzforschung, die er zusammen mit seiner Kollegin Darleen Pappelau betreibt. Die nun restituierten Bücher stehen stellvertretend für die während der NS-Zeit enteigneten Bibliotheksbestände beider Organisationen und erinnern an die gewaltsame Zerstörung jüdischen und humanitären Vereinslebens in Deutschland. Es ist wahrscheinlich, dass im weiteren Verlauf der Provenienzforschung auch an die Logen weitere Bücher zurückgegeben werden können.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie im nächsten Unireport.

 

Anke Sauter