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Panorama der deutschen Literatur von 1989 bis heute

Steffen Martus (Humboldt Universität zu Berlin) spricht im Book Talk mit Heinz Drügh (Goethe-Universität) über sein Buch „Erzählte Welt“.

FRANKFURT. Literatur ist Gesellschaft im Kleinen. Sie spiegelt nicht nur die fundamentalen Umbrüche, die immer schneller aufeinander folgen, sie durchlebt selbst die Krisen, die unsere Gegenwart ausmachen – sozial, politisch, ökonomisch und auch ästhetisch. 1989 wurden Autoren noch einmal auf die große Bühne gerufen: Von Christa Wolf erwarteten die Demonstranten auf dem Berliner Alexanderplatz Orientierung. Im deutsch-deutschen Literaturstreit und in den Skandalen um Strauß, Handke, Walser oder Grass veränderte sich die Öffentlichkeit von Grund auf. Die Popliteratur erklärte Autoren nur noch zu Marken unter anderen. Im Hintergrund erprobte Amazon am Beispiel des Buchs erstmals die Möglichkeiten des digitalen Kapitalismus. Literatur war in einer neuen Zeit angekommen, aber anders als einst erhofft.

Steffen Martus zeichnet in „Erzählte Welt“ (Rowohlt 2025) ein Panorama der deutschen Literatur und ihrer Gesellschaft von 1989 bis zu den jüngsten Debatten um Migration, Identität oder Klassismus. Er öffnet die Augen für die Vielfalt der Literatur und zeigt, was sie über die Gegenwart verrät und für die Selbstverständigung unserer Gesellschaft bedeutet. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Book Talk“ am Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften (FZHG) spricht Steffen Martus mit Heinz Drügh über sein neues Buch. Der Book Talk findet

am Mittwoch, 20. Mai, um 18 Uhr
im Eisenhowersaal
I.G.-Farben-Haus 1.314
Campus Westend, Goethe-Universität Frankfurt

statt. Die Veranstaltung ist öffentlich. 

Zu den Personen:
Steffen Martus ist Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Humboldt Universität zu Berlin; Heinz Drügh ist Professor für Neuere Deutsche Literatur und Ästhetik an der Goethe-Universität sowie Sprecher des Forschungszentrums Historische Geisteswissenschaften

Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069/798-13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de