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Die Welt der Blütenpflanzen ist unendlich vielfältig — ihre Geschichte steckt in den Genen. Wir lesen diese Geschichte, um Biodiversität zu verstehen und zu bewahren.
Biodiversität und molekulare Evolution der Blütenpflanzen
Die Welt der Blütenpflanzen ist unendlich vielfältig — ihre Geschichte steckt in den Genen. Wir lesen diese Geschichte, um Biodiversität zu verstehen und zu bewahren.
Die Abteilung Biodiversität und molekulare Evolution der Blütenpflanzen vereint Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Goethe-Universität Frankfurt und des Senckenberg Forschungsinstituts und Naturmuseums Frankfurt, Abteilung Botanik und molekulare Evolutionsforschung unter einem gemeinsamen Ziel und unter Leitung von Stefan Wanke: die Entstehung, Entwicklung und globale Verteilung pflanzlicher Artenvielfalt zu verstehen.
Im Zentrum unserer Arbeit stehen die Blütenpflanzen (Angiospermen) — mit mehr als 300.000 Arten die derzeit artenreichste Gruppe der Landpflanzen. Mithilfe molekularer Methoden, phylogenetischer Analysen und umfangreicher Sammlungsarbeit sowie Feldforschung untersuchen wir die evolutionären Prozesse, die diese Vielfalt hervorgebracht haben. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Phylogenie und molekularen Evolution parasitischer Pflanzen, der Evolution plastidärer und mitochondrialer Genome sowie mikroevolutionären Mechanismen wie Hybridisierung und Polyploidie als Triebkräfte der Artbildung. Ergänzt wird dies durch Forschungen zur Systematik, Biogeografie und Diversität ausgewählter Blütenpflanzenfamilien — von den Tropen bis in die gemäßigten Breiten.
Die Arbeit der Gruppe stützt sich auf das Herbarium Senckenbergianum (FR), eine der bedeutendsten botanischen Sammlungen Deutschlands mit Millionen von Belegen aus aller Welt. Als lebendiges Forschungsarchiv bildet es die Grundlage für taxonomische Revisionen, Biodiversitätsstudien und die Erschließung neuer Sammlungsdaten.
Neben den Blütenpflanzen umfasst die Abteilung auch die Erforschung der Flechten (Kryptogamen): Systematik, Phylogenie, Populationsgenetik und Biogeografie krustiger Flechten der Holarktis bilden hier einen eigenständigen und international sichtbaren Forschungsschwerpunkt.
Gemeinsam verbindet uns das Anliegen, pflanzliche Biodiversität nicht nur zu dokumentieren, sondern ihre Entstehung aus einer evolutionären Perspektive zu erklären — und damit Grundlagen für ihren langfristigen Schutz zu schaffen.
Eine Kooperation zwischen Goethe Universität und Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum
Die Abteilung "Biodiversität und molekulare Evolution der Blütenpflanzen" ist mit der Abteilung "Botanik und molekulare Evolutionsforschung" bei Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum durch eine Kooperationsprofessur verbunden.


Nina Sünder