In unserer Arbeitsgruppe untersuchen wir Tiere sowohl in freier Wildbahn als auch in Gefangenschaft und beschäftigen uns insbesondere mit intra- und interspezifischer Kommunikation. Unser Fokus liegt auf der chemischen und vibratorischen Kommunikation bei Vertebraten, insbesondere bei Amphibien.
Sowohl die chemische als auch die vibratorische Kommunikation gehören zu den evolutionär ältesten Kommunikationsformen im Tierreich und spielen eine wichtige Rolle bei der Paarung, bei Räuber-Beute-Interaktionen und in Alarmsituationen.
Unsere Gruppe beschäftigt sich außerdem mit der Evolution von Pigmenten in Anuren. Insbesondere bei Dendrobatiden (Pfeilgiftfrösche), die ihre bunte Färbung als Warnsignal gegenüber Feinden nutzen, um ihre Toxizität zu signalisieren.
Durch die Kombination klassischer verhaltensbiologischer Methoden mit modernen molekularen Ansätzen und systematischen Verfahren erweitern wir unser Wissen über die verschiedenen Kommunikationssysteme und die unterschiedlichen Pigmente. Darüber hinaus versuchen wir potenzielle Pheromone und Pigmente im evolutionären Kontext zu entschlüsseln.